FAQ

Unsere Sande haben eine Körnung von 0-0,8mm. Es handelt sich um kubisches Rundkorn, das ist für die Tretschicht wichtig. Reines Rundkorn (z.B. Meersand) würde zu stark „rollen“ und keine Festigkeit ergeben.

Beige/Sandfarben aus der Sandgrube Rauischholzhausen und strahlend weiß aus unserer Sandgrube Homberg/Ohm.

Von der Körnungslinie sind beide Sande gleich eingestellt. Geringe Anteile von Eisenoxiden in der Sandgrube Rauischholzhausen färben ihn zu der beigen Farbe. Der weiße Sand enthält hingegen so gut wie keine färbenden Eisenoxide.

Die Wasserdurchlässigkeit wird von dem Anteil an feiner Körnung unter 0,1mm beeinflusst. Die Feinanteile sind bei unseren Sorten unterschiedlich hoch eingestellt. „Standard Weiß“ und „Standard Beige“ (für den Außenplatz), sowie „Beige Elastisch“ (für Paddocks und Führanlagen) sind alle wasserdurchlässig. Sie haben dennoch einen kleinen Anteil <0,1mm um das Wasser bedingt zu halten. Das ist unumgänglich für die Qualität der Tretschicht und um zu schnellem Austrocknen zu verhindern.

Unser beiger und weißer Sand sind beide sehr reine Quarzsande, mit einem Quarzgehalt von über 98%.

Zum Reiten, egal ob im Hobbybereich oder im Professionellen Bereich sind gewaschene Sande (z. B. Flusssand 0/2) vollkommen ungeeignet. Die Pferde sinken tief ein, ähnlich als würde man auf einer Wüstendüne laufen. Durch die ausgewaschenen, also fehlenden Feinanteile, kann sich der Sand nicht verdichten und liegt immer zu locker. Für Paddocks oder Bereiche wo Pferde stehen kann man ihn verwenden. Deshalb enthält unsere Sorte „Beige elastisch“ sehr wenige Feinanteile. So trocknet er schnell ab und die Pferde stehen trockener.

Staubentwicklung lässt sich am besten durch regelmäßiges Wässern der Tretschicht vermeiden, der Sand sollte nie gänzlich austrocknen. Auch die Pflege der Tretschicht und das Erneuern ist notwendig, durch stetige mechanische Belastung des Sandes, wird er über die Jahre immer feiner. Durch Abäppeln und z.B. Laub wird er zusätzlich verunreinigt und sollte auch deshalb regelmäßig ausgetauscht werden.

Standard Beige und Standard Weiß-Allroundsand für Außenplätze im Hobby sowie Profibereich, Beige Elastisch-Für Paddocks und Führanlagen, Beige Fest und Weiß Fest-Für Hallen.

Generell gilt: unsere Sande sind sehr optimal eingestellt von Beschaffenheit und Körnungslinie, eine Vliesbeimischung ist im Hobbybereich nicht zwingend nötig. Die Frage Vlies ja oder nein kann im Zweifel auch später entschieden werden. Wenn man die Eigenschaften der Tretschicht dann optimieren will, liefern wir das Vlies in Ballen nach und der Kunde mischt es sich selber ein. Geotextilvlies verbessert die Scherfestigkeit und stabilisiert die Tretschicht zusätzlich, die „Schnipsel“ dämpfen quasi den Druck welcher beim Eindringen der Hufe entsteht und verteilen das Gewicht auf eine größere Fläche. Zusätzlich baut das Vlies etwas Luft in den Poren ein, das führt im Winter dazu das der Platz länger frostfrei bleibt.

Wir empfehlen eine Beimengung von 2Kg Vlies/m2 Reitplatz. Das hat sich bewährt, nach unserer Erfahrung erreicht man durch höhere Beimischungsmengen nicht zwingend eine zusätzliche Verbesserung.

Entweder in gepressten Ballen zu ca. 180Kg (können mit dem Sand frachtkostenfrei mitgeliefert werden oder fertig gemischt im Sand nach Ihrem Wunschverhältnis oder unserer Empfehlung. Wir verwenden ausschließlich zertifiziertes Geotextilqualitätsvlies Weiß.

Überall da wo aus umwelttechnischen Gründen kein Vlies eingesetzt werden kann. Holzhackschnitzel sind von der Entsorgung bedenkenlos und sicher die umweltfreundlichere Variante. Leider sind die Preise für Holzhackschnitzel in der letzten Zeit sehr gestiegen, da durch Pelletheizungen usw. ein großer Bedarf entstanden ist.

Entweder lose gekippt, in Big Bags zu 1000 L oder in den Sand, nach Ihrem Wunschrezept oder unseren Empfehlungen eingemischt.

Horse Grip ist unsere neue, rein natürliche, umweltfreundliche Vliesersatzvariante aus einem nachwachsenden Rohstoff, eine sehr beständige Holzfaser, welche die Feuchtigkeit in Trockenperioden besser hält und wieder an den Sand abgibt. Horse Grip wurde von uns und renommierten Reiplatzbauern geprüft und unter Realbedingungen von Kunden getestet.

In gepressten 20 L Ballen auf Palette oder fertig in den Sand eingemischt.

Ja, man kann auch mit einfachen Mitteln einen guten Reitplatz bauen. Allerdings gibt es zum Anlegen von Trag/Trenn und Tretschicht einige wichtige Dinge zu beachten. Die örtlichen Gegebenheiten sind oft individuell und müssen bei der Planung einbezogen werden. Gerne beraten wir Sie ausführlich und bieten Ihnen alle Materialien an, welche sie benötigen.

  1. Vorteile? Nachteile? Eigenschaften? Entsorgung?

Geotextil ist synthetisch und sehr lange haltbar, maximale Lebensdauer. Verschleißarm, es verbessert den Reitsand durch Erhöhung der Scherfestigkeit, elastisch und auch widerstandsfähig. Entsorgung gibt es aktuell keine Probleme, da selbst gebrauchte alte Textilböden immer noch einen Abnehmer finden.

Holz hingegen ist ein organischer Zuschlagstoff der sich mit der Zeit zersetzt und verrottet. Es verbesserte die Scherfestigkeit und erhöht die Elastizität im Sand. Haltbarkeit gering, je nach Belastung. Entsorgung: kann aufs Feld gefahren werden.

Horse Grip hat ähnliche Eigenschaften wie Holz jedoch ist es wesentlich Haltbarer und trotzdem organisch.

Neue Reithallen: Tragschicht 0/32 ca. 20 cm, Trennschicht aus Brechsand 0/2-0/5 5 cm, Tretschicht 10-12 cm.

Bei vorhandenen Hallenböden sollte bei einem Bodentausch auf jeden Fall eine Trennschicht mit eingebaut werden. Auf eine Tragschicht kann meist verzichtet werden.

Reitplätze: Tragschicht aus 0/32 oder 5/32 (Wasserdurchlässig) mit einem Gefälle von ca. 1 % einbauen. Mind. 20 cm

Eine mineralische Trennschicht bestehend aus Lava oder Ziegelsand 0/4 sollte immer eingebaut werden. 2 Schicht-Systeme die nur aus Trag- und Tretschicht bestehen führen oft zu Problemen und sollten nicht verbaut werden.

Es können auch Reitplatzmatten als Trennschicht verbaut werden. Diese sind jedoch sehr teuer. Machen oft Sinn, wenn Reitplätze gleichzeitig als Paddock genutzt werden.

Bei Außenplätzen können wir eine Drainage grundsätzlich empfehlen. Das Oberflächenwasser wird entsprechend abgeführt und der Reitplatz ist schneller bereitbar.

Entscheidend ist auch hier die Intensität der Nutzung und das Zusammenspiel von Tret-, Trenn- und Tragschicht. Wenn man im Aufbau nicht geeignetes Material verwendet hat, kann eine Drainage auch nicht helfen.

Die Drainage wird unter der Tragschicht verlegt. Die Drainagerohre sollten in Kies oder Sand und mit einem Gefälle von ca. 0,5 bis 1 % eingebaut werden. Je kleiner der Platz, desto größer sollte das Gefälle angelegt werden. (max. 3 %)

Vor- und Nachteile…

Grundsätzlich können wir die Umrandung des Reitplatzes immer empfehlen. Sie erleichtert vor allem die Pflege.

Lärchenholzbalken: üblich im Reitplatzbau. Lärche ist sehr langlebig und wird unbehandelt verbaut, auf der Trennschicht mit Erdnägel befestigt. Gutes Preis-/Leistungsverhältnis

Betonrandsteine: sehr haltbar, jedoch bei Reitunfällen sehr hart. Sie verschlechtern die Entwässerung des Platzes durch die Einfassung mit Beton und ist schwieriger zu demontieren.

Kunststoff: sehr lange haltbar, jedoch optisch unschön. Verwinden sich vereinzelt bei Wärme.

Metallumrandung: sehr lange haltbar und exklusiv, relativ teuer

Für die tägliche Bodenpflege ist ein passender Reitplatzplaner sehr wichtig. Er sollte glätten, mischen, lockern und andrücken können. Auch ein Hufschlagräumer ist notwendig.

Standard ist heutzutage ein Reitplatzplaner mit Striegelzinken, Planierschild und Walze.

Tretschicht pur, hier reicht ein Planer mit Zinken, Walze/Gitterwalze und Schild.

Tretschicht mit Textilvlies oder Holzhackschnitzel, hier sollte mit einer Walze gearbeitet werden, da Zinken oder Schilder die Zuschlagstoffe aus der Tretschicht ziehen und wieder ungleichmäßig verteilen können.

Regelmäßiges Abmisten, im Herbst muss das Laub entfernt werden, eine gleichmäßige Bewässerung sollte vorhanden sein, ein passender Reitplatzplaner zur täglichen Pflege und jährlich vom Fachmann lasergesteuert Planieren und Lockern lassen.

Oftmals kann mit Zuschlagstoffen der Reitboden verbessert werden. Es ist auch möglich einen zu festen Reitsand mit einer „groben“ Sand zu lockern, genauso ist es möglich eine grobe rollige Tretschicht mit Feinsand zu stabilisieren.

Jedoch müssen manche Tretschichten auch ganz ausgetauscht werden.

Bei weiteren Fragen, kontaktieren Sie uns gerne!