FAQ

Häufig gestellte Fragen

Welcher Reitplatzsand ist der richtige?

Die Bezeichnung 0/1 oder 0/2 allein sagt noch wenig über die Eignung eines Reitplatzsandes aus. Entscheidend sind unter anderem Kornverteilung, Kornform, Feinanteile, Nutzung, Wasserführung und Pflege. Wir schauen uns deshalb immer den gesamten Reitplatz an und empfehlen nicht einfach einen Standardsand.

Warum ist mein Reitplatz zu tief?

Wenn Pferde deutlich einsinken oder der Boden vor dem Huf wegschiebt, wird der Reitplatz oft als „zu tief“ empfunden. Die Ursache muss aber nicht immer zu viel Sand sein.

Mögliche Gründe sind zum Beispiel:

  • eine zu starke Tretschicht,
  • ein sehr trockener und dadurch wenig gebundener Sand,
  • eine ungeeignete Kornverteilung,
  • eine sehr lockere oder rollige Kornstruktur,
  • zu wenig Feinanteile,
  • eine zu intensive oder zu tiefe Bearbeitung,
  • ungleich verteilte Zuschlagstoffe,
  • unterschiedlich starke Tretschichtbereiche.

Wichtig ist deshalb: Nicht vorschnell zusätzlichen Sand einbauen. Ist die Tretschicht bereits zu mächtig, kann weiteres Material den Platz noch tiefer machen.

Auch die Feuchtigkeit spielt eine große Rolle. Ein Sand kann sich bei Trockenheit deutlich lockerer anfühlen und nach gleichmäßiger Bewässerung wieder stabiler werden. Deshalb sollte ein Reitboden immer unter vergleichbaren Bedingungen beurteilt werden.

Hilfreich ist, die Tretschicht an mehreren Stellen zu prüfen und Unterschiede zu dokumentieren. Besonders Hufschlag, Ecken, Longierbereiche und stark genutzte Zonen können sich anders entwickeln als die Platzmitte.

Wenn ein Reitplatz dauerhaft zu tief ist, sollte geprüft werden:

  • Wie dick ist die Tretschicht wirklich?
  • Welche Kornverteilung hat der vorhandene Sand?
  • Wie hoch ist der Feinanteil?
  • Wie feucht ist der Boden?
  • Wie tief arbeitet der Reitplatzplaner?
  • Gibt es unterschiedliche Zonen auf dem Platz?
  • Sind Zuschlagstoffe vorhanden und gleichmäßig verteilt?

Oft lässt sich ein zu tiefer Reitboden durch eine angepasste Pflege, veränderte Bewässerung oder eine gezielte Korrektur der Tretschicht verbessern. Ein kompletter Austausch ist nicht immer notwendig.

Wenn Sie unsicher sind, warum Ihr Reitplatz zu tief geworden ist, schauen wir uns die vorhandene Tretschicht gerne mit Ihnen an. Eine Materialprobe und einige Informationen zu Aufbau, Nutzung und Pflege helfen dabei, die Ursache einzugrenzen und eine sinnvolle Lösung zu finden.

Warum wird mein Reitplatz immer härter?

Verdichtung, Feinanteile, eine harte Schicht unter der Oberfläche oder eine ungeeignete Pflege können dazu führen, dass ein Reitboden härter wird. Auch die Feuchtigkeit spielt eine wichtige Rolle. Wir prüfen mit Ihnen, ob Pflege, Bewässerung oder die Tretschicht selbst angepasst werden sollte.

Unsere Sande haben eine Körnung von 0-0,8mm. Es handelt sich um kubisches Rundkorn, das ist für die Tretschicht wichtig. Reines Rundkorn (z.B. Meersand) würde zu stark „rollen“ und keine Festigkeit ergeben.

Beige/Sandfarben aus der Sandgrube Rauischholzhausen und strahlend weiß aus unserer Sandgrube Homberg/Ohm.

Von der Körnungslinie sind beide Sande gleich eingestellt. Geringe Anteile von Eisenoxiden in der Sandgrube Rauischholzhausen färben ihn zu der beigen Farbe. Der weiße Sand enthält hingegen so gut wie keine färbenden Eisenoxide.

Die Wasserdurchlässigkeit einer Tretschicht wird unter anderem durch Kornverteilung und Feinanteil beeinflusst.

Sehr hohe Feinanteile können die Wasserdurchlässigkeit verringern. Gleichzeitig können Feinanteile dazu beitragen, Feuchtigkeit innerhalb der Tretschicht zu halten.

Die richtige Abstimmung hängt davon ab, ob der Sand in einer Reithalle, auf einem Außenplatz, Paddock oder in einer anderen Anwendung eingesetzt wird.

Nicht jeder gewaschene Sand ist automatisch ungeeignet.

Gewaschene Sande haben häufig geringe Feinanteile. Abhängig von Kornform und Kornverteilung kann eine solche Sandmischung sehr locker liegen und wenig Bindigkeit entwickeln.

Ob ein gewaschener Sand für eine Tretschicht geeignet ist, lässt sich deshalb nur anhand seiner tatsächlichen Kornverteilung, Kornform und der vorgesehenen Nutzung beurteilen.

Für Paddocks oder andere Anwendungen können andere Eigenschaften gewünscht sein als für intensiv genutzte Reitflächen.

Die Staubentwicklung hängt stark vom Feuchtegehalt, der Kornverteilung und der Pflege der Tretschicht ab. Gute Tertschichten haben ein passendes Verhältnis von feinen und groben Anteilen und damit ein gutes Wasserhaltevermögen.

Eine gleichmäßige Bewässerung kann helfen, Staubentwicklung zu reduzieren. Gleichzeitig sollte die Tretschicht regelmäßig gepflegt und von Mist, Laub und anderen Fremdstoffen freigehalten werden.

Durch langjährige mechanische Beanspruchung kann sich die Kornverteilung eines Reitplatzsandes verändern. Deshalb kann es sinnvoll sein, ältere Tretschichten regelmäßig zu überprüfen.

Die geeignete Sandmischung hängt von Reitdisziplin, Nutzungsintensität, Unterbau, Bewässerung und Pflege ab.

Typische Einsatzbereiche sind:

  • Universal-Mischungen für Reithallen und Außenplätze
  • kompaktere Mischungen für Reithallen
  • durchlässigere Mischungen für Paddocks und Führanlagen
  • spezielle Mischungen für Western- oder Turnieranwendungen

Wir empfehlen, die Produktauswahl anhand der konkreten Anlage vorzunehmen und beraten gerne zu dem jeweiligen Bedarf. Wir haben unsere Tertschichten auf die verschiedenen Einsätze hin abgestimmt.

Standard Beige und Standard Weiß-Allroundsand für Außenplätze im Hobby sowie Profibereich, Beige Elastisch-Für Paddocks und Führanlagen, Beige Fest und Weiß Fest-Für Hallen und den Turniersport. Western Turn ist unsere Tretschicht für Westernreiten.

Generell gilt: unsere Sande sind auf die verschiedenen Anforderungen hin eingestellt – von Beschaffenheit und Körnungslinie, eine Vliesbeimischung ist im Hobbybereich nicht zwingend nötig. Die Frage Vlies ja oder nein kann im Zweifel auch später entschieden werden.  Daher kann die Frage mit „Nein“ beantwortet werden.

Viele Reitplatzsande können auch ohne Zuschlagstoffe eingesetzt werden. Ob Geotextilfasern sinnvoll sind, hängt von der vorhandenen Sandmischung, der Nutzung und den gewünschten Eigenschaften der Tretschicht ab.

Geotextilfasern können die innere Struktur und Verzahnung einer Sandtretschicht verändern. Die Wirkung hängt jedoch von Faserart, Zugabemenge, Sand und Pflege ab.

Eine Nachrüstung ist bei geeigneten Tretschichten grundsätzlich möglich.

Je nach Produkt können Holzhackschnitzel lose, in Big Bags oder bereits mit Reitplatzsand vorgemischt geliefert werden.

Welche Variante wirtschaftlich und technisch sinnvoll ist, hängt von Fläche, Zugabemenge und Einbausituation ab.

Grundsätzlich überall da wo man kein Vlies einsetzen kann oder möchte. Holzhackschnitzel sind von der Entsorgung her einfacher. Leider sind die Preise für Holzhackschnitzel in der letzten Zeit sehr gestiegen.

Horse Grip ist ein pflanzenfaserbasierter Zuschlagstoff für Reitplatzsand.

Die Pflanzenfasern werden in die Tretschicht eingemischt und können deren Struktur und innere Verzahnung verändern.

Horse Grip kann sowohl bei neuen Tretschichten als auch zur Anpassung bestehender Reitböden eingesetzt werden.

Ob der Zuschlag für einen bestimmten Reitplatz geeignet ist, hängt vom vorhandenen Sand, der Nutzung, der Feuchtigkeit und der Pflege ab.

Horse Grip kann separat (in gepressten Ballen) oder bereits werkseitig mit Reitplatzsand gemischt geliefert werden.

Grundsätzlich können einzelne Arbeiten beim Reitplatzbau selbst ausgeführt werden.

Entscheidend ist jedoch, dass Untergrund, Trag-, Trenn- und Tretschicht sowie Entwässerung aufeinander abgestimmt werden.

Die örtlichen Bodenverhältnisse, das Gefälle und die vorgesehene Nutzung sollten vor Beginn berücksichtigt werden.

Bei Unsicherheit empfehlen wir eine fachliche Beratung vor dem Einbau.

Warum ist mein Reitplatz rutschig?

Rutschigkeit kann durch einen sehr lockeren Sand, zu viel oder zu wenig Feuchtigkeit, rundkörniges Material, Verdichtung oder ungleich verteilte Zuschlagstoffe entstehen. Die Ursache ist nicht auf jedem Platz gleich. Deshalb lohnt sich eine genaue Betrachtung der vorhandenen Tretschicht.

Was bedeutet die Körnung 0/1 oder 0/2 bei Reitplatzsand?

Die Angabe beschreibt im Wesentlichen den Größenbereich der Körner. Sie sagt jedoch nicht, wie die einzelnen Korngrößen verteilt sind oder welche Kornform und Feinanteile vorhanden sind. Zwei Sande mit derselben Körnungsangabe können sich deshalb im Reitboden sehr unterschiedlich verhalten.

Warum sind Feinanteile im Reitplatzsand wichtig?

Feinanteile können Wasser binden und das Korngefüge beeinflussen. Zu viele Feinbestandteile können jedoch die Wasserdurchlässigkeit verringern und bei Trockenheit zur Staubentwicklung beitragen. Der passende Anteil hängt deshalb immer vom jeweiligen Sand und vom gesamten Reitplatzaufbau ab.

Kann man einen alten Reitplatz verbessern, ohne den ganzen Sand auszutauschen?

Häufig ja. Je nach Ursache können Änderungen bei Bewässerung, Pflege, Schichtdicke oder eine gezielte Ergänzung der Tretschicht ausreichen. Manchmal liegt das Problem allerdings tiefer im Unterbau oder in der Entwässerung. Wir empfehlen deshalb zuerst eine Bestandsaufnahme und erst danach eine Materialentscheidung.

Warum wird mein Reitplatz nach dem Abziehen wieder uneben?

Wellen und unterschiedliche Zonen können durch wiederkehrende Belastung, ungeeignete Fahrwege, eine falsche Arbeitstiefe oder Probleme im Unterbau entstehen. Wenn dieselben Stellen immer wieder auffällig werden, sollte nicht nur die Oberfläche betrachtet werden. Wir helfen dabei, die Ursache einzugrenzen.

Die Trennschicht soll Trag- und Tretschicht voneinander trennen und gleichzeitig zum Entwässerungskonzept des Reitplatzes passen.

Mögliche Lösungen sind mineralische Trennschichten, gebundene Systeme oder Reitplatzmatten.

Welche Variante geeignet ist, hängt vom Unterbau, der Nutzung und den örtlichen Bedingungen ab.

Sollte ich bei einem schlechten Reitboden einfach neuen Sand auffüllen?

Nicht unbedingt. Ist die Tretschicht bereits zu dick oder liegt das Problem bei Entwässerung oder Unterbau, kann zusätzliches Material die Situation sogar verschlechtern. Wir empfehlen deshalb, Schichtdicke und vorhandenes Material vor einer Nachlieferung zu prüfen.

Kann ich eine Probe meines Reitplatzsandes prüfen lassen?

Ja. Besonders bei bestehenden oder problematischen Reitböden kann eine Probe helfen, Kornverteilung und vorhandene Feinanteile besser einzuschätzen. Wichtig ist dabei, auffällige und unauffällige Bereiche möglichst getrennt zu betrachten. So lässt sich die weitere Beratung gezielter aufbauen.

Ein Reitboden verändert sich durch Nutzung, Feuchtigkeit und Pflege. Deshalb sollte die Tretschicht regelmäßig kontrolliert und möglichst gleichmäßig gehalten werden.

Wichtig sind vor allem:

  • Mist, Laub und Fremdstoffe regelmäßig entfernen. Organische Bestandteile können sich zersetzen und das Verhalten der Tretschicht verändern.
  • Die Tretschicht gleichmäßig planieren. Besonders Hufschlag, Ecken, Longierbereiche sowie Absprung- und Landestellen werden stärker beansprucht und sollten regelmäßig ausgeglichen werden.
  • Die richtige Arbeitstiefe einstellen. Der Reitplatzplaner sollte die Tretschicht lockern und verteilen, ohne die darunterliegende Trennschicht oder den Unterbau zu erfassen.
  • Auf gleichmäßige Feuchtigkeit achten. Bei sandbasierten Tretschichten beeinflusst die Feuchte sowohl Staubentwicklung als auch Stabilität. Die Bewässerung sollte deshalb möglichst gleichmäßig erfolgen.
  • Nicht erst reagieren, wenn tiefe Spuren entstanden sind. Regelmäßiges Abziehen hilft dabei, typische Belastungszonen frühzeitig auszugleichen.
  • Schichtdicke und auffällige Bereiche im Blick behalten. Wenn einzelne Stellen dauerhaft weicher, härter oder nasser bleiben, sollte geprüft werden, ob nur die Pflege oder auch Tretschicht, Trennschicht oder Entwässerung die Ursache sind.

Mehr Pflege ist nicht automatisch bessere Pflege. Zu tiefes Lockern, immer dieselben Fahrwege oder eine ungleichmäßige Bewässerung können einen Reitboden ebenfalls verschlechtern.

Wenn Sie unsicher sind, welche Arbeitstiefe, Bewässerung oder Pflege zu Ihrer Tretschicht passt, schauen wir uns den vorhandenen Reitboden gemeinsam mit Ihnen an. Aufbau, Sandmischung, Zuschlagstoffe und Nutzungsintensität sollten dabei immer zusammen betrachtet werden.

Sie planen einen neuen Reitplatz oder möchten eine bestehende Tretschicht verbessern? Wir beraten Sie gerne persönlich. 

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